Auch in Kroatien kann es Regentage geben und die bieten sich an, um eine der zahlreichen Tropfsteinhöhlen zu besuchen, die in den Karstgebirgen Istriens und des benachbarten Sloweniens für Besucher erschlossen sind. Genauso haben auch wir es gemacht und gleich die größte Höhle weit und breit gewählt: Postojnska Jama, die „Adelsberger Grotte“ im slowenischen Karst. Sie gilt als eine der größten, wenn nicht sogar als die größte für Besucher erschlossene Tropfsteinhöhle weltweit. Der gut organisierte Besuch umfasst eine 3,5 Kilometer lange Fahrt mit der Höhlenbahn und einen 1,7 Kilometer langen Rundgang tief im Fels. Insgesamt hat das betreffende Höhlensystem eine Länge von ca. 24 Kilometern.
Die ausgesprochen flotte Bahnfahrt führt zwar ab und zu durch enge Stollen, meist fährt man aber durch Hallen mit riesigen Tropfsteingebilden und man weiß gar nicht, wohin man schauen soll. Der knapp anderthalbstündige geführte Rundgang mit Audio-Guide ist noch spektakulärer. Die Anzahl, Größe und Farbenpracht der Tropfsteine ist kaum zu beschreiben. Obwohl der oft steile Fußweg ziemlich glitschig aussieht muss man keine Bedenken haben – es ist absolut rutschfest. Am Ende des Rundgangs kommt man zur größten Halle, die als Konzertsaal mit über 2.500 qm Fläche ausgebaut ist. Hier findet man auch einen Souvenirshop, der ein unterirdisches Postamt beherbergt und natürlich den Höhlenbahnhof für die Rückfahrt.
Eine Besonderheit ist die Tierwelt der Höhle und hier besonders der Grottenolm, den man unterwegs in einem Aquarium aus der Nähe bestaunen kann. Es ist ganz weiß gefärbt, hat keine funktionstüchtigen Augen (- wozu auch in völliger Dunkelheit -), aber einen extrem gutes Gehör, mit dem er jede Wasserströmung wahrnehmen kann – für ihn der Hinweis auf eine Nahrungsquelle.
Natürlich wollte ich in der Höhle fotografieren. Blitzen ist mit Rücksicht auf die empfindlichen Höhlenbewohner streng untersagt und stehen bleiben kann man während des Rundgangs nur für Sekunden, wenn man sich nicht unbeliebt machen oder gar den Anschluss verlieren will. Zudem ist es rundum ziemlich dunkel, aber manche der Tropfsteingestalten viel zu hell angeleuchtet. Während der Bahnfahrt kann man das Fotografieren ganz vergessen – dafür ist die Bahn einfach zu schnell. Ich habe gut zwei Drittel meiner Bilder gleich wieder gelöscht. Aber ein paar ganz brauchbare sind trotzdem übrig geblieben und die gibt es jetzt zu sehen:





























Tolle Höhlenbilder. Da kann bei einem Besuch nur mit eine Kerze der Glaube an Geister gefestigt werden. Unheimlich viele Variationen der Tropfsteine.