Fähranleger Altrip

Irgendwie fällt uns im Moment die Motivsuche schwer. Aber Gerd (www.gerd-stauder.de) hatte eine Idee: Beim Anleger der Rheinfähre Altrip hatte er interessante Bäume entdeckt und außerdem liegt gleich gegenüber das Mannheimer Großkraftwerk. Das wäre doch eine ideale Gelegenheit, einmal Langzeitbelichtungen zu versuchen! Also sind wir kurz entschlossen am Montagmorgen hingefahren. Das Licht war insgesamt sehr flach und und der Himmel ohne Zeichnung, nur am südöstlichen Horizont konnte man einen leichten orangen Schein erkennen.

Bei den Langzeitbelichtungen habe ich mit einem 10-Stufen ND-Filter von Haida und einem 6-Blenden ND-Filter von Gobe gearbeitet. Die Belichtungszeiten lagen zwischen ca. 10 und 30 Sekunden.

Mit Langzeitbelichtungen habe ich nicht so viel Erfahrung – daher hatte das Ganze durchaus experimentellen Charakter ;-). Zunächst einmal hatte ich vergessen, den Bildstabilisator auszuschalten. Das habe ich bisher nie als Problem empfunden, aber bei Belichtungszeiten von bis zu 30 Sekunden merkt man schon eine leichte Unschärfe. Schade! Dann musste ich feststellen, dass meine ND-Filter eine ganz deutliche Farbverschiebung bedingen. Und die ist mit dem Weißabgleich kaum zu beseitigen – vielleicht weil sie in den tiefen und hellen Tönen etwas unterschiedlich ausfallen. Dagegen helfen wahrscheinlich nur hochwertigere Filter.

Wir haben dann noch einige Bilder aus der Hand geschossen und natürlich auch die besagten Bäume aufgenommen. Auch die hätten ein besseres Licht verdient.

Alles in allem war es ein interessanter und lehrreicher Morgen und wir haben gleich beschlossen, dieselbe Stelle noch einmal am Abend aufzusuchen. Dann dürften die Langzeitbelichtungen noch interessanter werden.

2 Kommentare

  1. gerd46

    Du hast eine ganz andere Lichtstimmung als meine Aufnahmen. Sehr gut gefallen mir die Ausschnitte der riesigen Gebäude und toll finde ich auch die Kleinigkeiten die mir voll entgangen sind.Ich finde die Tour gelungen.

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  2. Heinz

    Ganz in der Nähe hatte ich mal eine Baustelle (Ersatz-Übergangsstelle Otterstadt-Rohrhof -Ketsch auf der Kollerinsel) im Winter mit Hochwasser und schönen Erinnerungen, auch an die gute Verpflegung bei der damals dort ansässigen Bunderwehr mit M- und S-Boot-Fahrten! Dort gibt es noch immer eine Fähre und das alte Fährhaus, in dem ich mein Baustellenbüro hatte.

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