Südengland-Impressionen Teil 3

Nach fünf Tagen in Penzance ging es weiter an die “Jurassic Coast” nach Weymouth in der Grafschaft Dorset. Weymouth ist eines der größeren und bekannteren Seebäder an der Südküste Englands. Im Sommer soll es hier ganz schön voll werden. Während unseres Besuchs war das Wetter aber noch ziemlich kühl und so gar nicht sommerlich. Daher hielt sich der Betrieb auch noch in Grenzen. Im Hafen lagen jedoch schon eine Menge Yachten jeder Größenklasse. Die kilometerlange Promenade trennt die Stadt von einem schönen Sandstrand, der aber noch so gar nicht für den Badebetrieb hergerichtet war. Wir entdeckten nur wenige große Hotels, dafür wird aber in fast allen der zahlreichen schmalen und bunten Reihenhäuschen Bed an Breakfast angeboten.

Am nächsten Tag erwartete uns ein Sonne-Wolken-Mix, also das ideale Wetter zum Wandern. Wir fuhren an die Felsenküste nach Lulworth Cove. Von dort wanderten wir auf dem Coast Path zu dem bekannten Felsentor “Durdle Door”, dem Wahrzeichen dieses Küstenabschnitts. An der Größe des Parkplatzes können wir abschätzen, was hier an einem Sommerwochenende los sein wird. Kein Wunder, denn dieser Küstenabschnitt ist wirklich faszinierend.

Nach einer kurzen Einkehr machten wir uns wieder auf den Weg und fuhren in das mittelalterliche Städtchen Corfe. Im Gegensatz zu den Küstenorten, die wir bisher besucht hatten, sind fast alle Häuser in Corfe aus grauem Backstein gebaut und mit Schiefer gedeckt. Das gibt dem Ort einen ganz eigenen Charakter. Das Besondere ist aber die riesige Ruine von “Corfe Castle”, die den Ort überragt. Sie gehört zu den größten Anlagen Englands. Während wir die Burg besichtigten, änderte sich leider das Wetter und erste Tropfen fielen.

An unserem letzen Tag in Weymouth war das Wetter nicht so toll. Wir hatten eigentlich eine ausgedehnte Wanderung ins Auge gefasst, aber das wäre eine sehr nasse Sache geworden. Daher fuhren wir auf die Halbinsel Portland, wo schon seit Jahrhunderten der bekannte Portland-Stein gebrochen wird. An der äußersten Spitze der Halbinsel ist die Küste besonders bizarr. Schade, dass das Wetter nicht mitspielte! Wir besichtigten den Leuchtturm und schauten uns ein wenig in der Umgebung um. Schließlich erkundeten wir noch einige andere interessante Punkte auf Portland und kehrten in einem der – wie man uns sagte – besten Fischlokale Englands ein. Ganz hervorragend!

So, das war’s. Jetzt kamen noch zwei Tage Rückreise mit einer Übernachtung in der Nähe von Dunkerque. Ein genialer Urlaub mit vielen neuen Eindrücken in einem besonders gastfreundlichen Land! Absolut empfehlenswert!

 

2 Kommentare

  1. Ursula Magdanz

    Hallo Hartwig, das war eine wirklich sehr schöne Reisebeschreibung mit tollen Bildern, da würde man am liebsten sofort auf die Insel fahren. Dankeschön dafür 🌼

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