Burgruine Meistersel – jetzt wieder sehenswert!

Nach neun Jahren Bauzeit wurde die Burgruine Meistersel bei Ramberg vor kurzem wieder eröffnet. Ein ausführlicher Artikel in der Zeitungsbeilage “Leo” war vor ein paar Tagen diesem Ereignis gewidmet. Da ich die Burg von früher kenne, war ich natürlich neugierig, was in der langen Sanierungszeit so alles gemacht wurde. Am Freitagmorgen bin ich mit Gerd (www.gerd-stauder.de) hingefahren. Natürlich hatten wir die Kameras dabei …

Meistersel war früher eher ein Geheimtipp für Burgen-Fans. Man musste schon wissen, wo sie zu finden war, denn die Natur hatte sich das Gemäuer im Lauf der Jahhunderte zum großen Teil zurück geholt. Ich erinnere mich noch sehr gut an den Aufstieg zur Oberburg über eine halsbrecherische Treppe, die durch ein Felsloch führte. Ich erinnere mich auch noch an ein mit Holzbalken gestütztes gotisches Fenster in der Oberburg.

Heute sieht man die Burg schon bei der Anfahrt durch das Modenbachtal. Der Burghügel ist zum Teil gerodet worden, so dass die Mauern wieder weithin sichtbar sind und auch umgekehrt von der Ruine ein wunderbarer Rundblick vom Trifels bis zur Rheinebene möglich ist. Außerdem wurde der Halsgraben vom Schutt befreit und eine stählerne Brücke als Zugang zur Burg neu aufgebaut. Jetzt erkennt man auch, dass Meistersel eine typische Felsenburg ist, die in und um die vorhandenen Sandsteinfelsen gebaut worden war. Die Treppen wurden restauriert bzw. erneuert und mit stabilen Geländern versehen. Auch das besagte Fenster kann jetzt wieder in voller Pracht bewundert werden. Interessant ist auch der Brunnenschacht, der von der Ober- und Unterburg aus zugänglich ist. Alles in allem eine sehr gelungene Sanierung und ein neues, lohnendes Ziel im Pfälzer Wald!

Bei unserer Tour haben wir zunächst einen kurzen Stopp im Modenbachtal gemacht. Die noch tief stehende Sonne ließ die Weinblätter in wunderbaren Herbstfarben leuchten und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Auf der Burg erwies sich der niedrige Sonnenstand aber als gar nicht so günstig. Die Sonne knallte flach herein und bescherte uns heftiges Gegenlicht und extreme Kontraste. Meine Bilder sind daher allenfalls dokumentarisch. Ich habe mir aber vorgenommen, bei günstigeren Lichtverhältnissen wieder zu kommen und es noch einmal zu versuchen.

Auf dem Rückweg haben wir noch einmal im Modenbachtal angehalten und uns auf die Suche nach Pilzen gemacht – zum Fotografieren natürlich! Aber davon mehr in einem anderen Blog-Beitrag.

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