Die Idee zu unserem heutigen Fotospaziergang stammt zur Abwechslung mal von mir. Ich habe nämlich vorgeschlagen, über die Kurt-Schumacher-Brücke von Ludwigshafen nach Mannheim zu spazieren. Auf diesem Weg lassen sich eigentlich immer interessante Motive entdecken. Ganz aktuell kommt hinzu, dass die Brücke für Kraftfahrzeuge und Straßenbahnen gesperrt und nur noch für Fußgänger und Radfahrer zugelassen ist. Man kann also mitten auf der Straße spazieren, ohne Gefahr zu laufen, von einem Auto, Lastwagen oder einer Straßenbahn überrollt zu werden. Dadurch können sich – so meine Idee – neue und ungewöhnliche Perspektiven ergeben.
Grund für die Sperrung sind akute Bauschäden an den Auf- und Abfahrten, die deren Standsicherheit gefährden können. Die Auf- und Abfahrtschleifen sollen ohnehin abgerissen werden, um Platz für den Anschluss der neuen, ebenerdigen Stadtstraße zu schaffen. Nun ist es halt früher als geplant zur Sperrung gekommen und die Verkehrssituation in Ludwigshafen wird immer unübersichtlicher.
Gerd (www.gerd-stauder.de) und ich haben auf der oberen Ebene des Rhein-Galerie-Parkhauses geparkt und sind entlang der Ruine des Würfelbunkers zum Brückenaufgang spaziert. Der Würfelbunker ist ein Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, der ebenfalls der neuen Stadtstraße weichen muss und derzeit abgerissen wird. Jetzt sind nur noch wenige Mauerreste übrig und die auf großen Halden liegenden Betonbrocken werden von einer mächtigen Maschine zu Schotter zermahlen.
Dann ging es auf der nördlichen Seite der Brücke über den Rhein und den Mannheimer Handelshafen bis an den Rand des Stadtteils Jungbusch. Schon etwas seltsam, die Straßen und Gleisanlagen so völlig leer zu sehen. Am Bahnhof Jungbusch haben wir die Seite gewechselt und sind wieder zurück nach Ludwigshafen spaziert. Es war eine wirklich interessante Tour, die ich auch Nicht-Fotografen unbedingt empfehlen kann. Ich habe eine Menge fotografiert und alle möglichen Perspektiven ausprobiert. Bei nächsten Mal wollen wir dieselbe Strecke noch einmal gehen und dabei die Teleobjektive mitnehmen.
Dass es zum Abschluss noch eine Einkehr im Café gab, brauche ich ja eigentlich gar nicht zu erwähnen.
































Eine gelungene Serie einer ungewöhnlichen Fototour.
Das“beste“ Bild ist natürlich Nr. 25