Mal wieder in der Neckarstadt unterwegs

Am Freitagmorgen war das Wetter endlich wieder trocken und sogar etwas sonnig. Gerd (www.gerd-stauder.de) und ich sind wieder mal in die Neckarstadt gefahren, um nach neuen Motiven für das Fotoprojekt der Geschichtswerkstadt Altes Volksbad Neckststadt zu suchen (-> klick). Gleich beim „Marchivum“ (= Mannheimer Stadtarchiv) haben wir einen Parkplatz gefunden und uns spontan entschlossen, den nordöstlichen Rand der Neckarstadt ins Auge zu fassen. Zunächst sind wir in eine Art Rotlichtviertel gelangt, wo ich mich deutlich an die Hamburger Herbertstraße erinnert fühlte. Kurz dahinter fiel uns der Bahnhof Mannheim-Neckarstadt auf, der auf einer Eisenbahnbrücke liegt und dessen verglaster Treppenturm kaum zu übersehen ist. Trotz seiner modernen Architektur hat dieser Bahnhof nicht wirklich einladend auf mich gewirkt.

Weiter ging es entlang der Ludwig-Jolly- und Zeppelinstraße, die von lang gestreckten Wohnblocks gesäumt werden. Sie sind in den 50er und 60er Jahren im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus entstanden und ich erinnere mich, dass sie vor ca. 30 Jahren so richtig alt und trostlos aussahen. Das hat sich inzwischen glücklicherweise geändert und einige der Fassaden wurden sogar mit sehenswerten Graffitis geschmückt.

Schließlich sind wir auf den Neuen Messplatz gestoßen, dem wir natürlich einen Besuch abstatten mussten. Besonders aufgefallen ist mir die Jugendfreizeitstätte Friedrich Dürr, die von außen recht „bizarr“ wirkt. Nun ja – das gehört wohl so. Auf dem Rückweg – gar nicht weit von Messplatz entfernt – haben wir der Paul-Gerhardt-Kirche einen kurzen Besuch abgestattet. Sie ist mit hohen Wabenwänden aus Beton und einem großen Tor komplett von der Umgebung (und damit auch vom Verkehrslärm) abgetrennt. Durch das Tor gelangt man in den Innenhof und von dort wiederum in die eigentliche Kirche, die wir aber nicht besichtigen konnten. Im Hof steht ein Glockenturm in Skelettbauweise. Ein ungewöhnliches, aber sehenswertes Arrangement.

Ich kann nicht behaupten, dass unsere Runde fotografisch besonders ergiebig war. Die großflächigen Graffitis an den besagten Wohnblocks sind zwar durchaus Hingucker, aber nur schwer in Szene zu setzen, zumal ständig Autos davor stehen. Hier sind mir bestenfalls dokumentarische Aufnahmen gelungen. Ich habe beim Entwickeln dann die Fuji-Filmsimulation „Velvia“ verwendet, mit der die Farben der Graffitis richtig satt herauskommen. Trotz der etwas mageren Ausbeute war es ein interessanter Spaziergang in bisher unbekannter Umgebung. Dass es anschließend noch die obligatorische Nachbesprechung im Café gab, ist ja klar.

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