Wanderungen in der Sächsischen Schweiz – Teil 1

Anfang Oktober waren wir für zehn Tage zum Wandern und Entspannen in der Sächsischen Schweiz. Wir hatten eigentlich “goldenen Oktober” bestellt, aber das hat wohl nicht so richtig geklappt. Ich glaube, es waren nur zwei Tage ohne Regen dabei und kalt war es eigentlich immer. Aber wenigstens gab es keinen Dauerregen und so konnten wir täglich etwas unternehmen und einige schöne Wanderungen machen.

Hier habe ich Bilder von drei Wanderungen zusammengestellt: Lilienstein, Bielatal und Uttewalder Grund.

Der Lilienstein ist einer der prominentesten Tafelberge in der Sächsischen Schweiz. Weithin sichtbar liegt er in einer Schleife der Elbe genau gegenüber der Festung Königstein. Daher kommt es wohl, dass der Sächsische Kurfürst August der Starke 1708 den Wunsch hegte, diesen Berg zu besteigen, den er quasi ständig vor Augen hatte. Er ließ in der Südseite einen Aufgang mit steinernen Stufen und Leitern schaffen. Dieser Aufgang ist noch heute vorhanden und relativ leicht zu bewältigen. Auf dem Plateau findet man mehrere Aussichtspunkte, die nur über stählerne Leitern und Brücken zu erreichen sind. Ein kleines Gasthaus (“Baude”) ist auch vorhanden – es wird über eine Materialseilbahn versorgt. Für den Rückweg bietet sich der Nordaufstieg an, der abgesehen von zwei langen stählernen Treppen eher flach verläuft.

Das Bielatal bietet auf einem ca. acht Kilometer langen Rundweg eine Attraktion nach der anderen, wobei unter “Attraktion” bizarre Felstürme und enge Felsengassen zu verstehen sind. Natürlich sind einige der Felsen mit leicht zu erreichenden Aussichtsplattformen gekrönt, andere können nur kletternd erreicht werden. Ich hatte den Eindruck, dass mehr Menschen die zweite Methode bevorzugen. In der Hälfte des Weges gibt es eine “Baude” mit typisch sächsischem Imbiss. Leider verlief die zweite Hälfte unseres Weges komplett im Regen, aber wir haben trotzdem alle Sehenswürdigkeiten mitgenommen und keine Abkürzung gewählt.

Ähnlich nass war es bei unserer Wanderung durch den Uttewalder Grund, der durch ein enges Felsentor bekannt geworden ist, das Caspar David Friedrich 1801 gezeichnet hatte. Bei unserer Tour haben wir unterhalb des im feuchtenTal gelegenen Gasthauses “Waldidyll” einen Umweg durch die “Teufelskammer” und “Teufelsschlüchte” gemacht. Das ist ein Weg, den man nicht so bald vergisst: Stellenweise führt er durch so enge Felsspalten, dass man auf allen Vieren kriechen muss und es auch dann noch eng ist. Da der Boden etwa 10 Zentimeter hoch verschlammt war und es eigentlich auch kein Umkehren gab, hatten wir viel Spaß.

Meine Fotos haben naturgemäß unter den schlechten Lichtverhältnissen gelitten. Besonders auf dem Lilienstein könnte ich mir vorstellen, beim Sonnenauf- oder untergang zu fotografieren. Aber das muss einem anderen Urlaub vorbehalten bleiben.

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